Wissenswertes über den Weißstorch

 

Brandenburgs Störche haben Glück. Denn etwa 40 Weißstorchbetreuer kümmern sich um ihre Belange. Die Storchbetreuer sind fast

alle im NABU Brandenburg organisiert. Einer von ihnen ist Roland Heigel. Im Jahr 2001 trat er die Nachfolge von Manfred Kleeßen an

und ist seitdem der Weißstorchbetreuer des Altkreises Oranienburg. Hinweise zu Störchen seiner Region nimmt er gern unter

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  entgegen. Roland Heigel informiert hier laufend aktuell über das Storchengeschehen.

 

    


 

► Ankunft der Störche Ende März / Anfang April am Horst

► erst kommt das Männchen, später das Weibchen (Störche sind nicht partnertreu, zum Zusammentreffen gleicher Partner kommt

     es deshalb recht häufig, weil sowohl Männchen als auch Weibchen eine enge Bindungan ihren alten Brutplatz haben)

► nach der Paarung legt das Weibchen 2 – 5 Eier, die Beide abwechselnd ausbrüten

► die Brutzeit beträgt 32 - 33 Tage

► ca. Ende Mai schlüpfen die ersten Jungen, ihr Gewicht beträgt ca. 80 g

► die Nestlingszeit beträgt etwa 2 Monate

► eine Storchenfamilie benötigt täglich ca. 4 – 4,6 kg Nahrung

► Nahrung : Regenwürmer, Kleinsäuger, Froschlurche, Eidechsen , Schlangen, Fische und große Insekten

► mit 8 Wochen verlässt das Mutigste erstmals das Nest, mit 9 Wochen können alle Jungen fliegen

► im Alter von 3 Monaten ernähren sie sich selbstständig

► ein ausgewachsener Storch wiegt 2,6 - 4,4 kg

► die Flügelspannweite beträgt 2 m

► Im August geht der Storchensommer zu Ende. Die Jungvögel unternehmen immer weitere Ausflüge in die Umgebung und ziehen

     schließlich noch vor ihren Eltern in den Süden. Die Zugrichtung ist ihnen angeboren.

     Etwa eine Woche später folgen ihnen die Altstörche.

► Während der ersten zwei Lebensjahre kehren die Jungstörche häufig nicht nach Europa zurück, sondern vagabundieren entlang

     der Zugrouten oder in ihren Winterquartieren umher.

► Die meisten Störche brüten erst im Alter von 4-oder 5 Jahren.

 

Z u g r o u t e n

o über Gibraltar (Westroute)

Sie verläuft mitten durch Deutschland, von Holland aus zum Harz, wo sie nach Süden abbiegt und zum Alpenfuß hinführt.

Störche, die westlich dieser Zugscheide brüten, ziehen im allgemeinen über Frankreich, Spanien und die Straße von Gibraltar nach

Westafrika.

o über den Bosporus (Ostroute)

Die „Oststörche“ fliegen über Osteuropa in die Türkei, überqueren den Bosporus und gelangen vom Libanon und Israel auf die

Sinai-Halbinsel. Über den Golf von Suez erreichen sie in Ägypten Afrika und folgen von dort aus dem Niltal nach Süden.

Nach einer mehrwöchigen Rast in den Savannen brechen sie dann zur letzten Etappe nach Ost- und Südafrika auf.

 

 

Von Europa bis nach Südafrika sind die Vögel 8-15 Wochen lang unterwegs. Durchschnittlich 150 bis 300 km täglich legen Störche

während des Zuges zurück (10.000 km haben die Vögel zurückgelegt, um nach Südafrika zu gelangen ). 75 % der deutschen

Weißstörche wählen die östliche Flugroute über den Bosporus.