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Mauersegler gehören zur Familie der Segler. Sie sind nicht mit den Schwalben verwandt!

Der Mauersegler ist einer der heimlichen Gebäudebrüter, er brütet in Mauerritzen und Spalten unter Dachvorsprüngen und wird von

den meisten Menschen dabei kaum wahrgenommen. Das liegt einerseits daran, dass er wahnsinnig schnell in die Öffnung der

Bruthöhle einfliegt, zum anderen liegt es daran, dass Mauersegler die Fassade nicht verschmutzen! Der Mauersegler ist ein reiner

Insektenfresser und daher besonders nützlich für den Menschen. Der Mauersegler bebrütet 20 Tage sein Gelege und braucht dann

ca. 44 Tage, um die Jungen aufzuziehen. Das Besondere an diesem matt grau bis schwarzem Vogel mit kleiner weißer Kehle ist,

dass er das Fliegen nicht erlernen muss, wie alle anderen Vögel in unseren Breiten. Der Mauersegler weiß, wann er bereit ist zu

fliegen. Er verweigert den Eltern einige Tage zuvor vermehrt das Abnehmen des Futters, so speckt er sich auf sein Idealgewicht für

den ersten Flug ab. Wenn es soweit ist, breitet er seine Flügel aus und lässt sich aus seiner Bruthöhle fallen, um sich dann mit Hilfe

des Aufwindes unter den Flügeln in den Himmel zu schrauben, wo er dann zu Hause ist, er fliegt von diesem Moment an nahezu

ohne Pause, ist das nicht unglaublich fantastisch? Das große Problem für den Mauersegler und seine Bestandserhaltung ist das

Sanieren von alten Häusern und Wohnblöcken, denn seine Brutplätze in kleinen Ritzen und Spalten im Mauerwerk, meistens unter

Dachrinnen, sind nur schwer auszumachen und durch die hoch angeflogenen Plätze kaum ersichtlich. Damit werden seine

Brutplätze zunehmend wegsaniert. Aus diesem Grund sind die dringend notwendigen Sanierungen ein zweischneidiges Schwert.

Doch es gibt Möglichkeiten, dem Mauersegler trotz Sanierungen unter die Flügel zu greifen:

Gehen Sie von Mai bis Juli mit offenen Augen durch Ihre schöne Stadt und melden Sie uns Einflüge von Mauerseglern.

Melden Sie, wenn Gerüste an großen Häusern und Wohnblöcken hochgezogen werden, meistens ist dort mit Mauerseglerbrut-

stätten zu rechnen.

Auch Sie selbst können ihm direkte Nisthilfe anbieten:

Nisthöhlen 35x20x10cm (LxBxH) werden liebend gern angenommen. Bringen Sie die Nisthilfen unter Dachtraufen bzw.

Dachvorständen ab einer Höhe von 5 m an. ACHTUNG: Nicht auf der Süd-Seite! Mauersegler lassen sich sehr gut durch einen

Lockruf ansiedeln. Haben Sie Lust es auszuprobieren? Wir unterstützen Sie sehr gern dabei.

Mehr nützliche Informationen über den Mauersegler finden Sie unter: https://www.mauersegler.com/