Du hast einen hilfebedürftigen Wildvogel in Oberhavel gefunden? Bitte nicht füttern! Lies unsere Empfehlungen und wende Dich an unseren Experten von der Wildvogelhotline: 0172-325 05 90 oder wildvogelhilfe@nabu-oranienburg.de
Hier gibt Roland Heigel regelmäßig spannende Einblicke in seine Arbeit in der Wildvogelhilfe, die er ehrenamtlich in Wensickendorf betreibt.
Eine Pause in unserer Wildvogelhilfe gibt es nicht. Zwei Mäusebussarde, ein Sperber, eine Waldohreule, eine Waldschnepfe und ein Kernbeißer mit einem Schädelhirntrauma werden zurzeit versorgt. Ein Schwarzspecht, der sich in einem Wildzaun verfangen hatte, befindet sich auch noch in Pflege.
Mitte August 2023 übernahmen wir einen verletzten Schwarzstorch. Er musste über den Winter weiter versorgt werden. Im Februar 2024 konnte er gesund in die Freiheit entlassen werden. Bis Mitte Juni hielt er sich vermutlich in unserem Wirkungskreis auf. Danach wurde er nicht wieder gesichtet. Wir hofften, dass er mit anderen Störchen in den Süden aufgebrochen war. Dem war aber nicht so. Am 22. Oktober wurde er wieder in unserem Wirkungskreis gesichtet. Er überwintert zum zweiten Mal in Wensickendorf.
In unserer Wildvogelhilfe hat sich zwischenzeitlich viel getan. Die Waldohreulen konnten in die Freiheit entlassen werden. Ein Mäusebussard, ein Rotmilan und vier Turmfalken wurden in Pflege
genommen.
Die sieben Störche befinden sich auf dem Auswilderungshorst und werden mithilfe einer Teleskopstange gefüttert. Drei von ihnen fliegen bereits. In Zehlendorf hat sich ein Jungstorch bei seinem
ersten Flug eine Verletzung zu gezogen. Das gleiche ist einem Storch in Kremmen widerfahren. Dieser Storch befindet sich zur Pflege in Amalienfelde.
Beide Störche sollen nach der Genesung wieder zurück auf ihre Horste. Eine Rückführung ist sehr wichtig, damit die Vögel ihren sich natürlichen weiterentwickeln.
Die sieben Jungstörche haben sich sehr gut entwickelt. Desweiteren wurde eine Rohrweihe mit einer Flügelfraktur aufgenommen. Zwei Turmfalken, die durch starken Wind samt Nest abgestürzt sind, befinden sich in Pflege.
Durch starke Windböen wurde das Nest einer Waldohreule zerstört. Fünf Jungtiere überlebten. Die zwei größten verblieben als Ästlinge im Baum. Die drei kleinen befinden sich bei uns in Pflege.
Drei Dohlen, die bei Dacharbeiten nicht mehr in das Nest zurückgesetzt werden konnten, befinden sich bis Freitag bei uns in Pflege. Danach werden sie in andere Dohlennester umgesetzt. Desweiteren haben wir sechs Storchenküken.
Eine Waldohreule und drei Waldkäuze befinden sich bei uns in Pflege.
Wenn ein junge Eule auf dem Boden gefunden wird, bitte immer zuerst versuchen,
sie auf einen erhöhten Ast zu setzen. Die Elterntiere haben ständig Kontakt zu ihren Jungen und werden sie auch außerhalb des Nestes füttern. Bei diesen vier Eulen war eine Rückführung nicht möglich und somit werden sie jetzt von uns aufgezogen und wieder ausgewildert.
Von der Tierarztpraxis DVM R. Rafael & C. Grasnick übernahmen wir einen Mäusebussard und eine Waldohreule. Diese müssen noch ihre Flugmuskulatur trainieren. Außerdem nahmen wir noch einen Waldkauz in Pflege. Eine Waldohreule aus Zehlendorf wurde uns vom Gnadenhof & Wildtierrettung Notkleintiere e.V. aus Wensickendorf übergeben.
Seit 17. August 2023 ist dieser Schwarzstorch aufgrund einer Ständerverletzung bei uns in Pflege. Die Tierarztpraxis DVM R. Rafael & C. Grasnick versorgte die Verletzung. Die Wintermonate hat der Storch gut überstanden. Seine Flugmuskulatur war sehr gut ausgebildet und so konnte er am 8. März in die Freiheit entlassen werden
Die Wintermonate hat der Schwarzstorch problemlos überstanden. Die niedrigen Temperaturen haben ihm nichts ausgemacht.
Ein Mäusebussard hatte sich in einem Netz verfangen. Er hatte einen abgestorbenen Ständer, der nicht durch dieses Netz verursacht wurde. Diese Verletzung ist älter. Da dieser Mäusebussard trotzdem gut in der Natur zurechtgekommen ist, wurde er auch wieder freigelassen.
Am 12.02.2024 übernahmen wir einen Mäusebussard aus Tornow, der bereits 14 Tage in Pflege war. Er konnte nicht auf den Ständern stehen. In der Tierarztpraxis DVM R. Rafael & C. Grasnick wurde er untersucht. Eine sehr stark ausgebildete Gelenkentzündung wurde diagnostiziert. Auch eine Wurmkur war dringend erforderlich. Wir haben den Mäusebussard wieder in Pflege genommen, um täglich die entsprechenden Medikamente zu verabreichen.
Am 24.01. wurde eine Ringeltaube kurzzeitig in Pflege genommen. Sie war an eine Scheibe geflogen, hat sich schnell wieder erholt und konnte freigelassen werden.
Ein Sperber und drei Mäusebussarde erlitten ebenfalls ein leichtes Schädelhirntrauma und wurden nach Genesung wieder in die Natur entlassen.
Aus dem Berliner Raum wurde uns ein flugunfähiger Turmfalke übergeben. Sein Gefieder war sehr zerzaust und es fehlten die Schwanzfedern. Der Falke wird bei uns so lange in Pflege bleiben, bis die Mauser abgeschlossen ist.
Am 2. Januar behandelten wir einen Mäusebussard mit einer Ständerfraktur. Er wurde entsprechend behandelt und er kann bereits in der Voliere frei fliegen, um seine Muskulatur wieder aufzubauen.
Archiv der Jahre